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Interview mit Frau Simone Meyer und Herr Dr. André Peter

Simone Meyer und Herr Dr. André Peter sind Mitorganisatoren der Appenzeller Heilwochen in Heiden.
  • gesundheitskanton.ch: Frau Meyer, was ist der Sinn und Zweck der Appenzeller Heilwochen?

Simone Meyer: Ziel der Appenzeller Heilwoche ist es, Menschen praktisch auf ihrem spirituellen Weg zu begleiten. Spiritualität kann ganz verschiedene Gesichter haben: Sei es im Erkunden von lokal verankerten Ritualen oder der Herstellung von individuellen Kräutermischungen ("Heilkräuter, Heilriten und Engel"), in der Beschäftigung mit dem eigenen Schicksal ("Warum ich? Wenn guten Menschen Böses widerfährt") oder ganz direkt in der Entwicklung spiritueller Fähigkeiten (Intensiv-Workshops mit PD Dr. med. Jakob Bösch).

Ein hoher Qualitätsstandard und auch kritische Auseinandersetzung mit der Spiritualität ist uns ein wichtiges Anliegen, wobei die Appenzeller Heilwochen für alle Interessierten offenstehen! Nicht zuletzt streben wir an, im zunehmenden Boom von indischen Ajurveda, tibetanischer Heilkunst u. a. auch unseren traditionellen, bewährten und oft in Vergessenheit geratenen Heilmethoden den gebührenden Raum zu geben. Auch im Appenzellerland neu entwickelte Heil-Verfahren werden in unseren Workshops vermittelt.

  • gesundheitskanton.ch: An welches Zielpublikum richten sich die Anlässe?

Simone Meyer: An jeden Menschen, der sich entwickeln möchte, der Fragen stellt und Antworten sucht. Die Themen unserer Workshops sind breit gefächert, bei manchen wird viel praktisch gearbeitet oder die wunderbare Gegend zwischen Bodensee und Säntisgebirge meditativ erfahren ("Heilkräuter, Heilritus und Engel") oder aktiv eine spezielle Frage therapeutisch bearbeitet ("Kinderwunschpaare"). Andere finden auf Gesprächsbasis statt, umrahmt mit meditativen Erlebnissen.

Zur Person

Dr. phil. I André Peter Studium der Romanistik in Zürich, Paris, Florenz und Madrid. Sprachlehrer an Gymnasien der Schweiz und im Ausland. Assistenz für Deutsche Sprache in Paris. Durch verschiedene Schicksalsschläge angestossen und durch entsprechende Bekanntschaften stimuliert, entschloss sich A. Peter, eine eigene Praxis als Geistheiler zu eröffnen, die er heute noch führt. Mitglied NVS (Naturärzteverband der Schweiz), für welchen er bis 2002 neu eröffnete Naturarztpraxen abnahm. Ebenfalls Mitglied des SVNH (Schweizerischer Verband für natürliches Heilen), wo er als Prüfungsexperte für Geistiges Heilen tätig ist.

Dr. André Peter
Simone Meyer Hediger
Ärztin der Schul- und Komplementär-Medizin
Neben der Schulmedizin (Schwerpunkt Gynäkologie/Geburtshilfe und Innere Medizin/Notfall-Medizin) beschäftigte sich Simone Meyer intensiv mit komplementärmedizinischen Heilverfahren wie Traditionell Chinesischer Medizin und Homöopathie und studierte Kinesiologie (Diagnose-/Therapie-Verfahren) sowie Anthroposophische Medizin.

Simone Meyer Hediger

  • gesundheitskanton.ch: Bei der Beschreibung einzelner Anlässe neigt man dazu zu glauben, dass die Seminare etwas mit Religion zu tun haben, trügt der Eindruck?

Simone Meyer: All unsere Intensiv-Workshops und Urlaubs-Seminare sind überkonfessionell und an keine Religionszugehörigkeit gebunden. Wir vermitteln keine "Religionen" und keine Dogmen; die kritische Auseinandersetzung, die Freiheit der Teilnehmenden und die persönliche Arbeit an sich selber steht bei uns im Vordergrund. Religion hat mit Spiritualität zu tun, umgekehrt verbindet Spiritualität aber meiner Ansicht nach alle einzelnen Religionen, geht daher vielleicht über sie hinaus.

  • gesundheitskanton.ch: Wie sind Sie auf die Idee gekommen, die Appenzeller Heilwochen zu initiieren?

André Peter: Ende 2003 nahm Frau Dr. Veil mit mir Kontakt auf. Der Grund war, dass sie fand, es tue sich in Heiden im Vergleich zur Vergangenheit sehr wenig. Immerhin war ja Heiden bis zum 2. Weltkrieg ein gesundheits-touristisch sehr gesuchtes Ziel. Namhafte Ärzte und Naturärzte hatten Heiden einen solch guten Ruf verliehen, dass sogar direkte Bahnwagen Berlin-Heiden oder Paris-Heiden existierten, um nur zwei der vielen glorreiche Besonderheiten zu nennen. So entstand der Gedanke, an diese Vergangenheit wieder anzuschliessen. Frau Dr. Veil entwarf die Idee der Appenzeller Heilwochen, und wir konzipierten für den Herbst 2004 einige Workshops, die im existierenden Seminar-Business etwas anders und einzigartig sind, .... so wie das Appenzellerland auch einzigartig ist.

Es geht darum, nicht nur die Schweiz, sondern das ganze Länderdreieck um den Bodensee und noch weiter anzusprechen.  Es gelang, Herrn PD Dr. Jakob Bösch, Leiter der externen Psychiatrie im Bruderholz BL, als Referent zu gewinnen. Wir veranstalteten mit ihm im September 2004 einen ersten Workshop, der ein Erfolg wurde. Seine Intensiv-Workshops „Spirituelle Selbstheilung und Versöhnung“ hier bei uns in Heiden sind jeweils umgehend ausgebucht. Im September-Workshop referierten auch andere hochqualifizierte Fachpersonen, beispielsweise Frau Dr. Magdalen Bless (Nahtoderlebnisse), Prof. Dr. theol. Walter Hollenweger (heilendes Segnungs- und Salbungsritual). Es wurde mit Filmen, Vorträgen und kritischen Diskussionen versucht, für Themen eine bessere, bewusstere Wahrnehmung zu schaffen, die sonst allgemein von einem Schleier von Unverständnis und abgehobenen Ideen umgeben sind.

  • gesundheitskanton.ch: Welche Visionen haben Sie für die Appenzeller Heilwoche? Welche Ziele möchten Sie langfristig erreichen?

Simone Meyer: Die Appenzeller Heilwoche will eine hohe Qualität garantieren, unsere "Marke" soll im ganzen deutschsprachigen Raum bekannt werden.  Unsere Visionen haben wir am 3. Juni 2005 im Unterstützungs-Kreis der Appenzeller Heilwoche wie folgt definiert:
- Hilfen aus lokalen Wurzeln, um sich selber näher zu kommen
- Bedürfnis nach spirituellen Inhalten abdecken
- Lustvolle, tiefgründige Veranstaltungen bieten.

Der Nutzen der Appenzeller Heilwochen ist ein Dreifach-Nutzen:
1. Hilfen, spirituelle Inhalte und Heilungs-Angebote anbieten für den geplagten Menschen von heute im deutschsprachigen Raum. Dabei 2. die Möglichkeit bieten, dass Heidens Infrastruktur aktiviert wird. Basis dafür sind 3. das Gesundheitswissen, die Lebenskunst und die Geheimnisse der Region, die in den Workshops erfahrbar werden sollen. Wir streben danach, das Angebot noch zu vertiefen, verschiedene interessante Projekte und Workshops sind in Entwicklung.

Beispiel 1: Das Dorf Heiden liegt ja exakt im Zentrum eines Fünfecks, markiert durch fünf sakrale, christliche Stätten. Diese einzigartige Gegebenheit soll in unserem Bildband „Das Pentagon um Heiden“ dokumentiert werden.

Beispiel 2: Info-Serie: Who is who in der Heillandschaft? Innerhalb einer Appenzeller Heilwoche sollen sieben gängige Heilmethoden für den Laien vorgestellt werden. Ebenfalls Eintages-Podium mit Fachleuten der Heil-Szene (konfessionell und überkonfessionell).

  • gesundheitskanton.ch: Was fällt Ihnen zu den Stichwörtern Gesundheit und Appenzellerland ein?

André Peter: Das Appenzellerland scheint mir für die Belange der Gesundheit besonders geeignet zu sein als Erholungsraum, verfügt es doch über eine intakte Landschaft, die sowohl hehre Bergwelt und liebliche Hügellandschaft mit phantastischen Ausblicken auf den Bodensee und Säntisgebirge anbietet. Ich denke, dass hier jedermann etwas für seine Bedürfnisse finden kann: Ausgedehnte Wanderwege, eine gute Gastronomie, Heilquellen und "Orte der Kraft".

  • gesundheitskanton.ch: Welche persönliche Motivation treibt Sie an?

Simone Meyer: Es ist mir ein grosses Anliegen, spirituelle Themen auf einem hohen Qualitätsniveau für jedermann zugänglich zu machen. Die Menschen auf ihrem Weg zu sich selber zu unterstützen und praktische Anstösse für die persönliche Entwicklung zu geben ist für mich eine wunderbare Aufgabe und ein grosses Ziel - sowohl im Berufsalltag als auch mit der Appenzeller Heilwoche.

  • gesundheitskanton.ch: Frau Meyer und Herr Dr. Peter, besten Dank für die Beantwortung dieser Fragen.

12.07.2005

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