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Interview mit Herrn Gregor Schwarzkopf

Herr Gregor Schwarzkopf führt eine Praxis für ganzheitliche Gesundheit in Gais.
  • gesundheitskanton.ch: Herr Schwarzkopf, was verstehen Sie unter einer Praxis für ganzheitliche Gesundheit?

Darunter verstehe ich, dass ich mich nicht nur für das Symptom einer Krankheit, sondern für die ganze Person wie soziales Umfeld, Arbeit, Familiengeschichte, erlebte Krankheiten usw. interessiere. Ich bin überzeugt, dass man nur so an gewisse Ursachen, die sich meistens über Krankheiten manifestieren heranarbeiten kann.

Zur Person

Gregor Schwarzkopf  führt die SALUTOGENESE Praxis für ganzheitliche Gesundheit seit November 2001

Gregor Schwarzkopf

  • gesundheitskanton.ch: Was ist der Unterschied zwischen einer Klassischen und einer Schwedischen Massage?

Hier gibt es keinen Unterschied. Die ursprünglich Schwedische Massage wurde vor Jahren auch erfolgreich in unseren Regionen unter mit der Bezeichnung Klassische Massage angewendet.

  • gesundheitskanton.ch: Sie beschäftigen sich auch mit Rebounding, was wir salopp mal mit Trampolinspringen übersetzen. Ist das alter Wein in neuen Schläuchen?

Ganz und gar nicht. Hier sind nebst enormen materiellen Verbesserungen auch neue Erkenntnisse in der Handhabung der Geräte gemacht worden. So weiss man heute, dass unser Körper auf sanfte Schwingungen, verbunden mit korrekt angewendeten Übungen dankbarer reagiert als auf zu heftige und abrupte Bewegungen. Daher sollte die richtige Wahl eines Gerätes und deren Handhabung durch einen geschulten Therapeuten erfolgen.

  • gesundheitskanton.ch: Wie passen Wickel und Kompressen als Behandlungsmethode in die heutige Zeit? Ist nicht zu befürchten, dass dieses alte Wissen langsam verloren geht?

Im Gegenteil. In einer Zeit von Hektik ist so vieles an altem Wissen, welche unsere Mütter oder Grossmütter noch kannten zum grossen Teil verloren gegangen. Trotzdem gibt es noch viele, auch Schulen die gerne bereit sind, dieses Wissen weiterzugeben damit diese Therapieform wieder aufleben kann. Fast könnte man diese Situation mit den Kochkünsten so vieler junger Mütter (Fast Food) vergleichen, welche aber häufiger bestrebt sind, Nahrung als Lebensmittel oder Mittel zum (über) Leben wahrzunehmen. Dass dies wieder seine Zeit braucht, könnten Ihnen die Herren Dr. Kneipp und Pfarrer Künzler, die beide sehr viel für diese Methode gearbeitet und gekämpft haben, bestätigen. Der Durchbruch wurde erst durch den Mut einer Krankenschwester, welche durch die Anwendung von Kälte und Wäre eine Patientin an einer Amputation vorbei brachte.

  • gesundheitskanton.ch: Sie bieten eine breite Palette an Behandlungsmethoden an. Wie sieht Ihr klassischer Patient aus? Mit welchen Leiden haben Ihre Patienten zu kämpfen?

Es gibt keine klassischen Patienten. Es sind alles Personen, die eine Möglichkeit, weg von starker Chemie oder dem Messer suchen. Viele aber möchten bereits bevor irgendwelche Krankheiten auftreten etwas gutes für sich tun. ‚Ein Auto gibt man ja schliesslich auch hin und wieder in den Service!’ An dieser Stelle möchte ich ganz klar betonen, dass ich überzeugt bin, ohne Schulmedizin nicht auskommen zu können. Nur wäre es schön, wenn noch mehrere Mediziner (sind doch schon einige) der Überzeugung wären, dass so diese oder jene Krankheit auch mit einfacheren, meist manuellen und kostengünstigeren Therapien kuriert werden könnte.

  • gesundheitskanton.ch: In Ihrem Arbeitsgebiet erforscht die Wissenschaft immer wieder neue Erkenntnisse. Dadurch ist es wahrscheinlich schwierig das Know-how immer aktuell zu halten. Wie viel Zeit verbringen Sie mit Weiterbildung?

Mit jedem Patienten lerne, vertiefe und erweitere ich mein Wissen, da ich mich bis zum nächsten Besuch intensiv mit seinem Fall auseinandersetze. Auch besuche ich laufend Weiterbildungskurse. So verreise ich zum Beispiel im August 04 für ca. 4 Wochen ins Ausland um in einer namhaften Klinik für Lymphologie die bereits erlernte Methode der Manuellen Lymphdrainage zu vertiefen. Sie sehen, die Weiterbildung hat kein Ende und soll auch keines haben.

  • gesundheitskanton.ch: Die Dorn-Methode ist in letzter Zeit in aller Munde. Was hat es damit auf sich?

Was gut ist, funktioniert und von Schmerz und Leid befreien kann ist schnell in aller Munde. Bereits leicht verschobene Wirbel oder nicht ganz passende Gelenke können unseren ganzen Bewegungsapparat aus dem Gleichgewicht bringen. So können Nerven in die Peripherie in ihrer Funktion und ihrer Versorgungspflicht gestört werden. Muskeln wehren sich gegen solche Vorkommnisse in dem sie sich zusammenziehen, Schmerzen bereiten und so weitere Spannungen hervorrufen. Dies alles führt schlussendlich zu Schonhaltungen und Schmerz. Herr Dorn, ein Zimmermann, verbreitete diese Methode, welche von einem Arzt, Namens Dr. Graulich noch etwas verfeinert wurde. (Kann auch bei Tieren mit Erfolg angewendet werden)

  • gesundheitskanton.ch: Herr Schwarzkopf, zum Schluss noch eine persönliche Frage: Wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen? Welche Motivation treibt Sie an?

Als ehemaliger Buchhalter, immer mit der Hoffnung meinen Beruf (Berufung) doch noch zu finden, erlebte ich vor ca. 10 Jahren mit der Alternativmedizin eine sehr angenehme Überraschung. Dies bewegte mich, vor einigen Jahren mit einer grundlegenden Umschulung zu beginnen. Heute habe ich den Status eines therapeutischen Masseurs. Auch bin ich Mitglied in einer Europäischen Gesellschaft für Manuelle Lymphdrainage. Zwischenzeitlich weiss ich, dass es für mich kaum etwas schöneres gibt als Menschen zu helfen, zu betreuen und sie ein Stück weit zu begleiten und in dieser Arbeit und Pflicht Erfüllung zu finden. Auf vielseitige Anfrage habe ich mich entschlossen, ab ca. Januar 2005 mit Versicherungen und Krankenkassen zwecks Übernahme der Therapiekosten zusammenzuarbeiten.

  • gesundheitskanton.ch: Herr Schwarzkopf, besten Dank für die Beantwortung dieser Fragen.

24.08.2004

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