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Interview mit Frau Jeannette Bucheli

Frau Jeannette Bucheli führt eine Gesundheitspraxis in Herisau. Sie behandelt Patienten mit Jin Shin Jyutsu und mit der Esalen-Massage.
  • gesundheitskanton.ch: Sie behandeln Patienten mit Jin Shin Jyutsu. Diese Behandlungsmethode tönt sehr asiatisch. Was genau hat es damit auf sich?

Diese Methode stammt aus Japan und wurde anfangs 20. Jahrhunderts von Meister Jiro Murai in Japan neu belebt. Jin Shin Jyutsu ist eine alte Kunst zur Harmonisierung der Lebensenergie im Körper. Das Energiesystem wird ausgeglichen und fördert damit Gesundheit und Wohlbefinden. Zusätzlich wird die Selbstheilungskraft des Körpers gestärkt. Es wird mit 26 Sicherheits-Energieschlösser gearbeitet, die sich innerhalb der Energiebahnen befinden.

  • gesundheitskanton.ch: Auf welchen wissenschaftlichen Untersuchungen beruht diese Behandlungsmethode?

Energiearbeit wurde bis jetzt von der Wissenschaft nicht anerkannt, da unsere bekannten Messgeräte und Daten nicht die Möglichkeit haben die feinstoffliche Energie zu messen und nachzuweisen. Trotzdem ist sie nicht wegzudenken, weil sie unser Wohlbefinden beeinflusst. Ist die Energie nicht harmonisch im Menschen, antwortet der Körper mit Krankheiten.

Zur Person

Jeannette Bucheli ist seit 2001 mit eigener Praxis selbständig . Als ihren ersten Beruf lernte sie Krankenschwester AKP. 1999 begann sie mit der Ausbildung zur Heilpraktikerin und erlangte 2000 die Kantonale Anerkennung.
Zusätzlich bildete sie sich zur Jin Shin Jyutsu-Therapeuten aus und in der Esalen-Massage Level 1+2.

Jeannette Bucheli, Esalen-Massage, Jin Shin Jyutsu

  • gesundheitskanton.ch: Sie unterrichten Jin Shin Jyutsu in öffentlichen Kursen. Welche Vorteile ergeben sich aus dem Besuch dieses Kurses?

Der Kursteilnehmer lernt die Energieschlösser und ihre Bedeutung kennen. Zusätzlich lernt er sich selbst mit einfachen Griffen zu strömen (energetisieren). Er bekommt Selbsthilfegriffe mit auf den Weg, die er bei Unwohlsein irgendwelcher Art anwenden kann. Ein weiterer Vorteil ist, wenn er in therapeutischer Behandlung steht, kann er damit die Selbstheilungskräfte aktivieren und hilft dem Therapeuten somit bei der eigenen Behandlung. Der Teilnehmer übernimmt Eigenverantwortung und kann dadurch einen eigenen Beitrag zu seiner Genesung leisten.

  • gesundheitskanton.ch: Sie behandeln Patienten mit der Esalen-Massage. Wie unterscheidet sich die Esalen-Massage gegenüber einer konventionellen Gesundheits-Massage?

Erstens durch die Massagelänge. Eine Anwendung dauert 90 Min. Zweitens wird mit sanftem Druck gearbeitet und das Körperbewusstsein des Klienten steht im Vordergrund. Und der dritte Aspekt ist, das auch hier die im Körper gespeicherten Erlebnisse und Gefühle durch die Selbstheilungskräfte aufgearbeitet werden können, was aber nicht zwingend ist. Ansonsten hat auch diese Massage eine entschlackende und entspannende Wirkung wie in der klassischen Massage auch.

  • gesundheitskanton.ch: Bei der Esalen-Massage sind Elemente der Arbeit unter anderem lange Streichungen, Schüttelungen und passive Bewegungen. Können Sie uns dass etwas genauer erläutern? Welche Auswirkungen haben diese Behandlungen?

Lange Streichungen gehen über den ganzen Körper, zum Beispiel von den Füssen an hinauf bis zu den Händen. Das gibt ein anderes Körperbewusstsein. Bei Schüttelungen wie auch passiven Bewegungen steht das Loslassen im Vordergrund. Kann der Klient die Bewegung durch den Therapeuten machen lassen oder benötigt er Bewegungskontrolle? Das heisst, lasse ich mich führen oder führe ich lieber selbst die Bewegung durch.

  • gesundheitskanton.ch: Welche Patienten können am ehesten von Ihren Dienstleistungen profitieren?

Jede Art von Krankheit basiert in erster Linie auf einer Disharmonie der eigenen Körperenergie. Ist erst einmal ein Leck in der Energie vorhanden, haben Bakterien und Viren eine Chance in den Körper einzudringen und Krankheiten hervorzurufen. Das heisst, das jede Krankheit durch Energiearbeit unterstützt werden kann. Ob in Begleitung der Schulmedizin oder nicht. Sinnvoll ist auch eine Behandlung vor Operationen und sonstigen chirurgischen Eingriffen wie auch deren Nachbehandlungen. Auch bei Chronisch- und Schwerstkranken und Verunfallte verlaufen Heilungsprozesse schneller und Medikamente haben eine bessere Wirkung. Auch Kinder können damit behandelt werden.

  • gesundheitskanton.ch: Behandeln Sie auch gesunde "Patienten"?

Ja, jeder der sich das Erlebnis einer Esalenmassage gönnen möchte und jeder der sich präventiv mit Energiebehandlungen therapieren lassen will.

  • gesundheitskanton.ch: In den letzten Jahren hat sich fast jeder Beruf in unseren Breitengraden verändert. Hat es auch Änderungen in Ihrem Beruf gegeben? Wie lauten die Zukunftsaussichten Ihrer Branche?

Mit der Annahme des neuen Heilmittelgesetzes verschwinden viele natürlichen Hausmittel auf dem Markt. Die Heilmittelabgabe wird dadurch für die Heilpraktiker im Kanton AR sehr beschränkt. Dies wiederum bewirkt eine Verlagerung der Therapien in andere Bereiche wie z. B. Energiearbeit. Der Verband der Naturärzte bemüht sich schon lange um eine offizielle Anerkennung dieses Berufstandes, was unsere Zukunft um einiges Verbessern würde.

  • gesundheitskanton.ch: Frau Bucheli, besten Dank für die Beantwortung dieser Fragen.

01.09.2004

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