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Die Vogelgrippe

Die Geflügelpest, Vogelgrippe oder auch Influenza H5N1 genannt, ist eine Viruserkrankung, welche vor allem Hausgeflügel und Wildvögel betrifft. Übertragungen des Virus auf den Menschen können nur stattfinden, wenn direkter Kontakt zu infiziertem Geflügel über Kot und Atemwegsekrete besteht. Solange das Vogelgrippevirus sich nicht so verändert, dass es von Mensch zu Mensch übertragbar ist, besteht für die Schweizer Bevölkerung ohne Kontakt zu infiziertem Geflügel kein erhöhtes Infektionsrisiko.

Auftreten der Vogelgrippe

1997 trat das Virus zum ersten Mal in Hongkong in einem Geflügelbestand auf, worauf viele Tiere notgeschlachtet wurden. Man dachte, das Virus sei ausgestorben. Ende 2003 tauchte dieselbe Form des Vogelgrippevirus jedoch wieder auf und breitete sich über weite Teile Ostasiens bei den Geflügelbeständen aus. Seit dem Frühjahr 2005 wurde eine weitere Ausbreitung nach Westen beobachtet und im Oktober 2005 traten erste Fälle in Osteuropa auf. Auch in Afrika wurde im Februar 2006 das Virus auf einer Geflügelzucht nachgewiesen.
In der Schweiz wurde das Influenza A (H5N1)Virus erstmals am 26.Februar 2006 bei einem Wildvogel entdeckt. Übertragungen auf Menschen oder Nutzgeflügel in der Schweiz haben jedoch nicht stattgefunden.

Schutzmassnahmen

Das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) hat diverse Massnahmen getroffen, um die Einschleppung und Ausbreitung der Vogelgrippe auf das Schweizer Nutzgeflügel zu verhindern. Seit dem 20.Februar 2006 gilt ein Freilandhalteverbot für Geflügel in der Schweiz. Trotz dieser Stallpflicht dürfen Geflügelprodukte aber zurzeit immer noch unter der Bezeichnung „Bio“ oder als „aus Freilandhaltung“ verkauft werden. Um das einheimische Geflügel zu schützen, wurde zudem der Import von Geflügel, Geflügelfleisch, Eiern und Geflügelnebenprodukten aus von der Vogelgrippe betroffenen Ländern und Regionen immer sofort gesperrt.

Vogelgrippe und Ernährung

Infektionen des Menschen mit dem H5N1-Virus als Folge des Konsums von Geflügelprodukten oder anderen Lebensmitteln wurden noch nie beschrieben.

Das Vogelgrippevirus ist hitzeempfindlich und kann durch Kochen oder Braten bei Temperaturen über 70°C sehr schnell abgetötet werden. Bei Verzehr von gekochtem und gebratenem Geflügelfleisch oder Eiern ist daher eine Infektion mit dem Vogelgrippevirus absolut ausgeschlossen.

Gleiches gilt für getrocknete und flüssige Hühnereiprodukte für industrielle Zwecke, welche thermisch behandelt werden. In der Schweiz sind weder ausländische noch inländische Geflügelprodukte wie Eier, Geflügelfleisch oder Eierprodukte im Handel, die mit dem Vogelgrippevirus verseucht sind. Deshalb besteht auch beim Verzehr von rohen Eiern, sowie von Produkten, die aus rohen Eiern hergestellt werden (Tiramisù, Mousse au chocolat) kein Infektionsrisiko. Gleiches gilt für halberhitzte Eierspeisen (Spiegelei).

Auch in allen anderen Ländern, die von der Vogelgrippe betroffen sind, können gar gekochtes beziehungsweise durchgebratenes Fleisch oder durchgekochte Eier ohne Bedenken konsumiert werden. Der Verzehr von rohen oder halberhitzten Geflügel- und Eierspeisen sollte dagegen eher vermieden werden.

Unabhängig von der Vogelgrippe sollten bei Geflügelfleisch und Eiern jedoch immer die allgemeinen Hygienerichtlinien bei der Zubereitung beachtet werden.

Quelle: Schweizerische Gesellschaft für Ernährung, Bern oder Schweizerische Gesellschaft für Ernährung, www.sge-ssn.ch

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