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Fingerhut

Heilsames Gift: Fingerhut wirkt gegen Krebszellen

Es ist immer wieder erstaunlich, was die Pflanzenwelt hergibt, wenn sie mit modernen Methoden auf ihre Heilwirkungen untersucht wird. Der Rote Fingerhut, bislang als Herzmittel bekannt, hat womöglich noch andere Anwendungen. Wie Forscher der Universität Trondheim nun zeigen konnten, treiben seine Giftstoffe Krebszellen in den Selbstmord.

Die norwegischen Wissenschaftler haben erstmals in einer Studie den Effekt von Digitalis auf Krebs-Zellkulturen nachgewiesen. Der Rote Fingerhut, Digitalis purpurea, ist bei Ärzten und Patienten bislang vor allem wegen seiner Wirkung auf das Herz bekannt. Seine Wirkstoffe Digitoxin und Digoxin bewirken ein stärkeres Zusammenziehen des Herzmuskels und die Senkung der Schlagfrequenz. In der chinesischen Medizin jedoch wird die Giftpflanze traditionell auch gegen Krebs eingesetzt. Schwedische Forscher stellten zudem bereits 1979 fest, dass Brustkrebspatientinnen, die wegen zusätzlicher Herzbeschwerden mit Digitalis behandelt worden waren, weniger Rückfälle erlitten. Dennoch nahmen die Mediziner im Westen bisher an, die benötigte Digitalis-Dosis, um eine Anti-Krebs-Wirkung zu erzielen, sei für den Menschen giftig.

Die Trondheimer wiesen jetzt nach, dass eine für den Menschen verträgliche Dosis von Digitoxin oder Digoxin ausreicht, um Krebszellen aus Hirn, Blut, Brust und Prostata zum Zell-Selbstmord anzuregen. Nun planen sie eine klinische Studie mit Hirntumor-Patienten. Auch bei den anderen Krebsarten soll nach und nach untersucht werden, ob sie auf Digitoxin ansprechen.

Quelle: A. Vogel's Gesundheits-Nachrichten, Teufen AR (Copyright 2003)

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