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Christrose

Die ersten Blüten der Schwarzen Nieswurz, Schnee- oder Christrose (Helleborus niger) können sich bereits im Dezember zeigen. Normalerweise aber blüht die Pflanze von Januar bis April in den Laubmisch- und Kiefernwäldern, wo sie nur auf kalkhaltigen Böden gedeiht.

Wie die häufige Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus) konnte man die Schwarze Nieswurz früher ebenfalls in Rotbuchenwäldern der tieferen Lagen bewundern. Hier wurde sie als einer der ersten Frühlingsboten und ihrer schönen Blüte wegen oft abgerissen und so ausgerottet. Heute ist die Christrose in der Schweiz und in Deutschland geschützt.

Der griechische Gattungsnahme setzt sich zusammen aus helein für töten und bora für Speise. Schon nach dem Verzehr von drei reifen Samenkapseln können schwere Vergiftungen eintreten. Erste Anzeichen sind erweiterte Pupillen, Atemnot und starker Durst. Weitere Vergiftungserscheinungen sind Übelkeit, Durchfall, Entzündungen der Mundschleimhäute oder Herzrhythmusstörungen. Es kann selbst zum Tod durch Atemlähmung kommen. Trotzdem wurde die stark schleimhautreizende Wurzel früher getrocknet und pulverisiert als Schnupfmittel verwendet. Ungefährlich ist die Anwendung in der Homöopathie. Dort gilt die Christrose als Heilmittel bei Nierenentzündungen, Harnvergiftung, Wassersucht und Herzschwäche mit Ödemen.

Quelle: A. Vogel's Gesundheits-Nachrichten, Teufen AR (Copyright 2003)

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