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Blutegel / Blutegeltherapie

Die Anwendung der Blutegel reicht zurück bis in die Zeit vor Christi Geburt. Nachweisen lässt sie sich erstmals im 2. Jahrhundert v. Chr. in der griechischen Medizin. Um 1800 erlebte die Egel-Therapie in Europa eine gewaltige Blütezeit.

Streng genommen ist der Blutegel mit unserem Regenwurm verwandt. Er wird für medizinische Zwecke in entsprechenden Zuchtbetrieben gehalten. Die heilende Wirkung wird dem Hirudin zugeschrieben, das der Egel nach dem "Anbeissen" in die Wunde einfliessen lässt. Auf diese Weise wird die Gerinnung des fortlaufend gesogenen Blutes verhindert.

Die Wirkung der Egelbehandlung kann folgendermassen zusammengefasst werden:

  • Gerinnungshemmend
  • Lymphstrombeschleunigend
  • Antithrombotisch und
  • Immunstärkend durch die Belebung der weissen Blutkörperchen

Am häufigsten werden Egel bei Angina, gestauten Geweben, Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Ohrensausen und Krampfadern eingesetzt.

Angesetzt werden je nach Beschwerdebild 4-12 Egel. Im Schnitt saugt ein Egel etwa 2-3 g Blut. Nach der Egel-Mahlzeit fliesst aber nochmals mindestens die doppelte Menge durch Nachbluten. Aus diesem Grund wird der Wundversorgung nach der Behandlung besondere Beachtung geschenkt.

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