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Konsumenten verstehen Informationen auf Lebensmittelverpackungen nicht

29.05.2012

Jede zweite Person hat Mühe damit, die Ernährungsinformationen auf Verpackungen zu verstehen. Die meisten Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz kaufen aber gerne gesund und ausgewogen ein. Zu diesem Schluss kommt die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung SGE in ihrem Bericht „Die gesunde Lebensmittelwahl: Was wissen wir über den Konsumenten und die Konsumentin in der Schweiz?“, der heute veröffentlicht wird. Darin beurteilt die SGE die Situation als unbefriedigend.

Die im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit BAG durchgeführte Recherche deutet auf ein grosses Interesse der Konsumenten am Thema Ernährung hin. Drei von vier Konsumenten interessieren sich für die Zusammensetzung eines Produktes und 71% geben an, beim Kauf von Lebensmitteln auf Ausgewogenheit und Gesundheit Wert zu legen. Doch weniger als die Hälfte liest die Nährwert- und andere Ernährungsinformationen auf den Verpackungen. Die SGE befürchtet, dass viele Konsumenten den gesundheitlichen Wert und die Ausgewogenheit eines Produktes nicht richtig beurteilen können.

Jeder zweite Konsument versteht die ernährungsbezogenen Informationen auf den Verpackungen nicht vollständig und jeder fünfte bekundet Mühe damit zu beurteilen, was eine gesunde oder ungesunde Ernährung ist bzw. findet die Empfehlungen widersprüchlich. Weit verbreitet ist auch der Irrtum, dass gutes und gesundes Essen weder schmecken noch günstig sein kann und es aufwändig ist, sich gesund zu ernähren. Viele der von den Konsumenten genannten Hindernisse deuten darauf hin, dass der Wille grösser ist als das Können, Ernährungsempfehlungen umzusetzen.

Die SGE ist der Meinung, jede und jeder soll sich gesund, ausgewogen und genussvoll ernähren können. Es geht darum, den Konsumentinnen und Konsumenten ausreichend Kompetenzen zu vermitteln und verständliche, leicht zugängliche Informationen zur Verfügung zu stellen, damit sie befähigt werden, eine informierte, sachkundige und gesunde Wahl zu treffen. Besonders wichtig ist dabei, dass alle relevanten Akteure am selben Strang ziehen und dieselben Botschaften und Empfehlungen vermitteln.

Quelle: Schweizerische Gesellschaft für Ernährung

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