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Mangel an Blutspenden

13.04.2010

Blut ist ein kostbares Gut und wird auf vielfältige Weise in der Medizin eingesetzt. Am bekanntesten ist sicher der Einsatz bei Operationen, bei welchem ein grosser Blutverlust auftritt. Unfallopfer sind häufig auf viel Blut angewiesen. Aber auch bei anderen Blutverlusten, wie blutenden Magengeschwüren oder wenn die Blutproduktion des eigenen Körpers eingeschränkt ist, kann mit der Zugabe von Blut eine Besserung erreicht werden. Dies ist beispielsweise bei Krebs-Chemotherapien oder Patienten mit chro­nischen Nierenleiden der Fall. Oftmals wird dem Patienten nicht das ganze Blut verabreicht, wie es vom Spender abgenommen wurde, sondern nur Teile davon. Rote Blutkörperchen, -plättchen oder -plasma sind Bestandteile von Blut, die auch einzeln zum Einsatz kommen.

Da die Zusammensetzung des Blutes höchst komplex ist, kann es bis heute nicht künstlich hergestellt werden. Deshalb ist Spenden der einzige Weg, den kostbaren Saft für die Patienten zu gewinnen. Bekannt sind die Blutgruppen A, B, AB und 0 und der sogenannte Rhesusfaktor.

Heutzutage können sehr blutverlustreiche Operationen durchgeführt werden. Bei Unfällen können innert kurzer Zeit mehrere Liter verloren gehen. Ohne Blutkonserven hätte der Patient eine deutlich schlechtere oder gar keine Überlebenschance, weil ein Blutverlust nur in gewissen Massen vom Körper toleriert wird.

Der aktuelle Mangel an Blut wird auf ein Problem beim Nachschub zurückgeführt. Der Blutverbrauch ist nicht rückläufig, sondern eher zunehmend, was die Situation verschärft. Wer also der Allgemeinheit einen Dienst erweisen möchte, sollte sich überlegen, eine Blutspende zu machen. Vielleicht ist man eines Tages selber froh darüber, wenn die Spitäler genügend Blut an Lager haben.

Thomas Brosch

Erschienen im aufwind, dem Mitteilungsblatt der Gemeinde Heiden, Ausgabe April 2010.

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