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Gesundheitstipp: Gemüse und Früchte in der Kinderernährung

26.05.2009

Nicht selten kommt es am Familientisch zu Diskussionen ums Essen. Oft geht es ums Gemüse.

Gemüse und Früchte halten fit und gesund. Geniesser möchten sie aber aus einem ganz anderen Grund nicht missen. Keine zweite Lebensmittelgruppe bringt so viel Abwechslung auf den Teller. Süsse Erbsen, saure Zitronen, milder Mais, kräftiger Kabis, rote Erdbeeren, violette Auberginen, orangefarbene Kürbisse, knackige Äpfel, samtige Aprikosen, zarte Blätter – die Vielfalt an Aromen, Farben und Konsistenzen ist riesengross und kann Gaumen, Nase und Auge verwöhnen.

Bei jeder Mahlzeit und auch zwischendurch sollten Sie und Ihre Kinder zugreifen. 3 Portionen Gemüse plus 2 Portionen Früchte am Tag sind empfehlenswert. 5 Portionen, das mag Ihnen auf den ersten Blick viel erscheinen. Doch werden Früchte und Gemüse auch als Zwischenmahlzeit gegessen, dann ist die empfohlene Menge zu schaffen. Eine wichtige Voraussetzung: Gemüse und Früchte werden gekauft, liegen im Kühlschrank, im Tiefkühlfach oder im Fruchtkorb bereit. Es ist eine Frage des Angebots: Ist es vorhanden, greifen Kinder wie Erwachsene eher zu.

Am einfachsten ist es, die Grösse der Portion mit den Händen zu bestimmen. Was in eine Kinderhand passt, ist eine Kinderportion und da die Hände mit dem Alter wachsen, wächst die Portionsgrösse einfach mit.

Mit Gemüse aus der Tiefkühltruhe können Sie bei der Zubereitung der Mahlzeiten Zeit sparen. Gut, wenn es immer auf Vorrat bereit liegt. «Nature» sollte es allerdings sein, denn Saucen oder andere «Verfeinerungen» können viel Fett mitbringen. Auch Gemüsekonserven können eine Alternative sein, wenn es schnell gehen muss. Um Geschmackserfahrungen zu machen, sind frische Früchte und frisches Gemüse aber unersetzlich. Das Spektrum an Arten ist über das Jahr betrachtet viel grösser als beim Tiefkühlangebot. Klein und Gross können die Frischen roh probieren und verschiedene Sorten, z.B. bei Äpfeln oder Birnen, testen, denn ein Braeburn schmeckt anders als ein Golden-Delicious-Apfel. Berücksichtigen Sie ausserdem das saisonale Angebot. Die vollreif geernteten Früchte und Gemüse haben nicht nur ein intensives Aroma, auch ökologische und wirtschaftliche Gründe sprechen dafür, inländische Produkte zu konsumieren. Gedörrte Früchte können ebenfalls dazu beitragen, ausreichend von dieser Lebensmittelgruppe zu essen. Sie sind aber immer nur eine kleine Ergänzung und können die Frischen nicht komplett ersetzen.

Freunde werden
Eltern können beim miteinander Bekanntmachen und Kennenlernen helfen und die Sinne für das Neue schulen. Denn Geschmack wird erlernt und Vertrautes schmeckt besser. Hier liegt die Chance für Gemüse und Früchte. Eltern brauchen Zeit und Geduld. Wenn Kinder bei der Zubereitung der Mahlzeit helfen, entdecken sie Gemüse und Früchte über ganz verschiedene Sinneskanäle. Langfristig erfolgt Gewöhnung aber vor allem durch ein kontinuierliches, sich wiederholendes Angebot. Wenn Blumenkohl, Kürbis und Co. immer wieder auf den Tisch kommen, kann die ursprüngliche Ablehnung in Vorliebe umschlagen. «Probier mal ein kleines bisschen!», Sie können dies zur Regel machen, aber sollten dann abschlägige Urteile auch ohne Wenn und Aber akzeptieren.

Ob etwas angenommen und gemocht wird, darauf haben auch die äusseren Bedingungen einen grossen Einfluss. Eine angenehme, vertraute Tisch-Atmosphäre, Eltern, die selbst gerne beim Gemüse zugreifen, das steckt an. Nötigung oder Belohnung helfen auf dem Weg zum genussvollen Esser dagegen nicht weiter. Sie können sogar die Ablehnung verstärken.

Autor: Schweizerische Gesellschaft für Ernährung SGE (Mai 2009)

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