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Ernährung: Mandarinen, Datteln, Schöggeli und Co.

18.11.2008

Am 6. Dezember kommt ein Mann mit Esel aus dem tiefen Wald mit einem schweren Jutesack voller leckeren Gaben. Wie entstand dieser Brauch? Wer war Nikolaus? Ein Mensch, eine Legende, eine Vision? Und warum bringt er Esswaren als Geschenke?

Wer war der heilige Nikolaus von Myra?
Der heilige Nikolaus von Myra (heutige Türkei) war ein Bischof und wurde als Wundertäter bezeichnet. Als Sohn von reichen Eltern soll er sein Vermögen an die Armen verteilt und viele Wunder vollbracht haben. Sein Todestag fiel auf einen 6. Dezember. Somit wurde dieser Tag zum Gedenktag an den heiligen Nikolaus und ein kirchlicher Festtag mit vielen Bräuchen. Der heilige Sankt Nikolaus ist als Schutzpatron von Ländern, Städten und von bestimmten Berufsgruppen wie den Seefahrern und Händlern sehr beliebt.

Die Tradition
Der Nikolaus wird als einer der wichtigsten Heiligen betrachtet. So wird auch heute noch der 6. Dezember als Feiertag in aller Welt nach verschiedenen Traditionen gefeiert. Der Einlegebrauch, d. h. das nächtliche Füllen der Stiefel, basiert auf der Legende von den drei Jungfrauen, die nachts vom heiligen Nikolaus beschenkt wurden. Bei uns verteilt der Nikolaus – in der Schweiz auch Samichlaus genannt – Mandarinen, Nüsse, Datteln, Schöggeli usw., also ganz im Sinne von Nikolaus, der damals sein Besitztum verschenkt hatte.

Gesundheitswert der Nikolaus-Geschenke
Zu den traditionellen Nikolaus-Gaben gehören Mandarinen, Nüsse, Dörrfrüchte und Schokolade. Oft macht heute jedoch Schokolade den grössten Teil aus. Natürlich hat auch ein „Schöggeli“ in einer gesunden Ernährung Platz, doch haben die anderen Zutaten im „Chlaus-Säckli“ nebst gesundheitlichen Vorteilen auch noch einen vorzüglichen Geschmack! Mandarinen enthalten viel Vitamin C, welches besonders zu Beginn der kalten Jahreszeit hilft, unser Abwehrsystem zu stärken. Auch getrocknete Datteln und Feigen gehören in ein „Chlaus-Säckli“. Dörrfrüchte enthalten zwar weniger von den empfindlichen Vitaminen wie Vitamin C als Früchte in ihrer ursprünglichen, frischen Form, sind aber trotzdem sehr gesund. Sie liefern reichlich Nahrungsfasern, Mineralstoffe, weniger empfindliche Vitamine wie Vitamin E und sekundäre Pflanzenstoffe.

Somit können Trockenfrüchte sehr wohl zu den täglich empfohlenen fünf Portionen Früchte und Gemüse beitragen, wobei zu berücksichtigen ist, dass 20 bis 30 g Dörrobst ungefähr einer Portion von 120 g frischen Früchten entsprechen. Nüsse liefern zwar viel Fett (40-70%), dabei handelt es sich aber vorwiegend um gesunde einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Baumnüsse sind besonders wertvoll, da sie einen beachtlichen Anteil der wertvollen Omega-3-Fettsäuren enthalten, die gut für Herz und Gefässe sind. Der tägliche Verzehr von einer Portion Nüssen ist deshalb zu empfehlen (1 Portion = 20 – 30 g Mandeln oder Baumnüsse oder Haselnüsse usw.).
Eine bunte Mischung der Gaben erfreut Gross und Klein und wird so bestimmt zu einer gelungenen und gesunden Überraschung!

Autor: Schweizerische Gesellschaft für Ernährung SGE (November 2008)

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